Demenz erkennen

ZiA - Zuhause im Alter - Alltagsbetreuung für Senioren und Menschen mit Demenz, Schlaganfall oder Parkinson

Demenz erkennen

21. April 2020 Gesellschaft 0

Die Anzeichen für Demenz und Alzheimer sind vielfältig und oftmals schleichend. Die Senioren bemerken sie selbst nicht zuerst – und selbst wenn sie es tun, möchten sie es oft nicht wahrhaben. Einige Anzeichen kann ich während meiner Arbeit immer wieder beobachten.

Das auffälligste Symptom für Demenz ist sicherlich die Beeinträchtigung und der Verlust des Kurz- und Langzeitgedächtnisses. Nervenzellen, die für Informationsverarbeitung und Gedächtnis verantwortlich sind, sterben ab. Durch den Verlust dieser Nervenzellen können Demenz-Betroffene neue Sinneseindrücke nicht mehr verarbeiten.

Je weiter die Erkrankung fortschreitet, desto weniger können die Erkrankten alltägliche Aufgaben und Tätigkeiten nicht mehr selbständig durchführen: Sie sind mehr und mehr auf fremde Hilfe angewiesen.

  • Demenz-bedingte Gedächtnisstörungen
  • Erinnerungsvermögen an Gehörtes/Gesehenes schwindet
  • Verwechslungen (Dinge werden in Verbindung gebracht, obwohl kein Zusammenhang besteht, zum Beispiel „Ist das Nachtisch oder grün?“
  • Seltsamer, unlogischer Satzbau, unverständliche Sätze
  • Vertraute Bewegungsabläufe werden verlernt
  • Namen werden vergessen – auch der eigene
  • Gegenstände des täglichen Lebens werden nicht mehr logisch zugeordnet, zum Beispiel wissen Betroffene plötzlich nicht mehr, was sie mit einem Kamm anfangen sollen.
  • Zeit- und Orientierungsgefühl sind gestört
  • Betroffene werden schneller müde
  • Betroffene erkennen vertraute Personen nicht wieder
  • Langsame oder keine Informationsverarbeitung
  • Gegenstände werden an völlig unpassenden Orten abgelegt (Gebiss im Kühlschrank)
  • Rechnen und Schreiben wird nach und nach verlernt
  • Mit fortschreitender Demenzerkrankung äußern sich neben den Gedächtnisstörungen in vielen Fällen auch Verhaltensänderungen.

Angehörigen und Außenstehenden kommt das Verhalten sonderbar fremd vor, unkontrollierter und emotionaler als gewohnt. Oft sind Angehörige dann erschrocken und persönlich verletzt, anstatt das Verhalten als Anzeichen der Krankheit wahrzunehmen.

Verhaltensänderungen bei Demenz

Die Erkennungszeichen der Verhaltensstörungen sind je nach Naturell, Persönlichkeit und Temperament unterschiedlich ausgeprägt:

  • Ruhelosigkeit, Angst, Unruhe, Panik
  • Misstrauen
  • Schlafstörungen
  • Überreaktionen, emotionale, „unlogische“ Reaktionen
  • zielloses Umherwandern sowohl tagsüber als auch in der Nacht
  • Wut, Aggressivität
  • Wahnvorstellungen, Halluzinationen
  • Stimmungsschwankungen, Apathie, Depressionen, Niedergeschlagenheit

Wenn Sie bei sich oder bei Angehörigen Anzeichen von Demenz wahrnehmen, zögern Sie nicht: Suchen Sie sofort Hilfe. Der Fortschritt der Krankheit kann aufgehalten werden.

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