Entlastung bei der häuslichen Seniorenbetreuung

ZiA - Zuhause im Alter - Alltagsbetreuung für Senioren und Menschen mit Demenz, Schlaganfall oder Parkinson

Entlastung bei der häuslichen Seniorenbetreuung

4. Mai 2020 Gesellschaft Tipps&Tricks 0

Sie brauchen Kraft und Zeit für sich. Gehen Sie einkaufen, zur Gymnastik oder mal wieder zum Friseur.

Was kann man tun, um seinen dementen Angehörigen an diese neue Situation zu gewöhnen?

Hier erhalten Sie Tipps und Tricks aus der Verhaltenstherapie.

Dranbleiben und nicht in Resignation verfallen, denn der Bedarf an Hilfe wird erfahrungsgemäß steigen und irgendwann ist man so müde, genervt und zermürbt, dass man es konsequent schafft, das Ganze durchzuziehen. Warum also nicht gleich jetzt?

Suchen Sie für Ihre/n Angehörigen eine Betreuung, mit der Sie selbst gut klarkommen. Das Folgende wird nicht erfolgreich sein, wenn man immer wieder mit wechselnden Betreuern neu anfängt.

Laden Sie die Betreuerin einfach zum Kaffeeklatsch ein und bleiben dabei – möglichst an einem sonnigen Tag – Fotos von dem Treffen machen.

Hängen Sie am Kühlschrank (oder an einer Wand, an dem der an Demenzerkrankte oft vorbei geht) ein nettes Bild auf, das ausschaut, als gehöre die Betreuerin zum engen Familien- oder Freundeskreis. Auf jeden Fall muss es ein Foto sein, auf dem zu erkennen ist, dass alle fröhlich sind, vielleicht sogar lachen und dass es allen gut geht. Das Bild muss häufig zu sehen sein, weil es bei Dementen viele Wiederholungen braucht, bis etwas ins emotionale Gedächtnis dringt und dort hoffentlich noch haften bleibt.

Und nun vorsichtig testen, ob die Betreuung akzeptiert wird. Wichtig: Ja nicht sagen „Heute kommt die Betreuerin“, sondern „Heute kommt die Claudia, …“. Wieder Kaffee trinken und falls man ein Sänger ist, zusammen viel singen. Immer wieder für 2, 3, 5, 10 min rausgehen und woanders etwas tun. Klappt das, gleich noch mal für eine Viertelstunde raus gehen und wiederkommen. Dabei jedoch drauf achten, dass nicht zu viel Unruhe entsteht. Das Weggehen soll nur geübt werden, wenn die Stimmung passt.

Sind kurze „Ausflüge“ kein Problem, eine Stunde in den Garten gehen zum Garteln oder in den Nebenraum, um was Angenehmes zu machen. Für die ersten Male wird noch ein bestimmtes Geräusch ausgemacht, das einen herbeiruft, wenn die Betreuung eine Anspannung beim Dementen bemerkt. Denn wichtig ist, dass für die „Abnabelungsversuche“ immer ein positives Gefühl die Basis bildet, bis die Betreuung voll akzeptiert ist.

Irgendwann kann man vielleicht auch zum Einkaufen fahren und ist anfangs noch per Handy in Rufbereitschaft. Bald wird es auch das nicht mehr brauchen. Und dann kann man die Zeit während der stundenweisen Betreuung wirklich für sich nutzen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.